Bioenergie, etwa in Form von Holz, nutzt der Mensch bereits seit Tausenden von Jahren um Wärme zu erzeugen. Aber nicht nur Holz zählt zur Biomasse und ist als Energieträger geeignet: Zur Produktion von Bioenergie werden heute die unterschiedlichsten Formen von Biomasse verwendet. Zum einen liegt das daran, dass Holz eine gewisse Zeit benötigt um nachzuwachsen und damit allein nicht ausreichen würde, den steigenden Energiebedarf zu decken. Zum anderen ist Biomasse weit mehr als Holz – was genau dazu zählt, definiert die 2001 in Kraft getretene Biomasse-Verordnung.
Im Großen und Ganzen unterscheidet die Biomasse-Verordnung sechs Formen von Biomasse. Dies sind zum einen Pflanzen und Pflanzenbestandteile, zum anderen Energieträger, die aus Pflanzen und Pflanzenbestandteilen hergestellt werden, deren sämtliche Bestandteile und Zwischenprodukte aus Biomasse erzeugt wurden. Zudem werden auch Abfälle und Nebenprodukte pflanzlicher und tierischer Herkunft aus Land-, Forst- und Fischwirtschaft sowie Bioabfälle, aus Biomasse erzeugte Alkohole und aus Biomasse erzeugte Gase samt Folge- und Nebenprodukten unter dem Begriff Biomasse zusammengefasst.
Angesichts dieser Vielfalt an Biomasseformen ist es sinnvoll, eine weitere Einteilung zu finden, die die Übersicht erleichtert. Im Folgenden finden Sie daher eine nähere Erläuterung zu den Formen der Biomasse, unterteilt in feste, flüssige und gasförmige Biomasse.