Biomasse – Nachteile

Biomasse sieht sich, wie alle anderen regenerativen Energiequellen, teils heftiger Kritik ausgesetzt. Ganz weit vorne steht der Vorwurf, dass auf den begrenzten landwirtschaftlichen Flächen immer mehr Energiepflanzen anstelle von Nahrungsmitteln angebaut werden.

Das wirkt sich einerseits negativ auf das natürliche Ökosystem und die gewachsene Vielfalt aus. Andererseits steigen die Preise für Lebensmittel, wenn aus Weizen und Mais vornehmlich Treibstoffe gewonnen werden. In Zahlen ausgedrückt: Auf zwölf Prozent des deutschen Ackerlandes wird Raps zur Herstellung von Agrarkraftstoffen angebaut. In den USA sind es knapp 20 Prozent der Ackerflächen.

Ein weiteres Problem: Herstellung und Anbau schaden der Umwelt mitunter mehr als sie nutzen. Die Emissionen sind zum Teil deutlich höher als bei fossilen Kraftstoffen. In eine ähnliche Richtung zielt die Kritik an der intensiven Landwirtschaft. Mineralische Dünger und Pestizide belasten das Grundwasser und führen ihrerseits unter anderem zur erhöhten Emission von Lachgas.

Wissenschaftler streiten daher, ob Biomasse tatsächlich eine positive Klimabilanz aufweist. Die Zweifel werden dadurch genährt, dass ökologisch wertvolle Flächen wie der Regenwald oder Moore in Ackerland umgewandelt werden. Das setzt Gase wie Methan und Stickoxid frei. Außerdem fehlt es gerade in der Forstwirtschaft an Nährstoffen, weil die Pflanzen bis auf den letzten Stängel genutzt werden und sich kein Humus mehr bilden kann.

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