Biomasse – Vorteile

Der größte Trumpf von Biomasse ist zweifelsohne die Vielseitigkeit. Ob Reststoffe aus Forst- und Landwirtschaft, spezielle Energiepflanzen oder auch Dung: Biomasse erweist sich als äußerst flexible regenerative Energiequelle. Der Grundstoff wächst gewissermaßen vor der eigenen Haustür. Je nach Umfeld und Möglichkeiten kommen unterschiedliche Anlagen zum Einsatz, die neben Wärme auch Strom und Kraftstoffe produzieren. Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial, das aktuell knapp zehn Prozent des weltweiten Energiebedarfs deckt – wenn man Materialien wie Brennholz und Holzkohle mit einrechnet.

Da das Pflanzenmaterial nicht mehr CO2 abgibt, als vorher aufgenommen wurde, spricht man von einem weitgehend geschlossenen Kohlendioxid-Kreislauf. Damit trägt Biomasse zum Klimaschutz bei. Hinzu kommt, dass das Material nur selten über längere Strecken transportiert, sondern in der Regel direkt vor Ort verarbeitet wird.

Äußere Einflüsse wie Windstille oder ein bedeckter Himmel nehmen dabei, anders als bei Wind- und Sonnenenergie, keinen Einfluss auf die Strom- und Wärmeproduktion. Die Energie wird das ganze Jahr über zur Verfügung gestellt, ohne größere Schwankungen oder Ausfälle. Insofern stellt Biomasse eine planbare Größe dar, die insbesondere bei einer dezentralen Energieversorgung von größter Bedeutung ist. Das beweist das erste deutsche Bioenergiedorf, das niedersächsische Jühnde. Hier versorgt eine genossenschaftliche Biogasanlage (im Winter unterstützt durch ein Holzschnitzel-Heizwerk) den gesamten Ort mit Strom und Wärme.

Weitere Vorteile in Stichpunkten:

  • weil heimische Energieträger genutzt werden, verringert sich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  • durch Transport und Lagerung ergeben sich keine Umweltrisiken
  • die Forschung im Bereich Biomasse erschließt deutschen Firmen zukunftsträchtige Märkte
  • Biogasanlagen stärken die ländliche Struktur

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