Energiegewinnung

Der Ausbau der Bioenergie-Branche ist beschlossene Sache, die Bundesregierung fördert entsprechende Vorhaben mit dem Ziel, den Anteil an Energie aus regenerativen Energiequellen deutlich zu erhöhen. Die Herstellung von Bioenergie unterliegt dabei ganz besonderen Anforderungen – was flächendeckend eingeführt werden soll, muss schließlich auch flächendeckenden Standards entsprechen.

Generell ist es möglich, Biomasse unter Nutzung von vier verschiedenen Umwandlungs- und Verwertungsansätzen nutzbar zu machen. Die wohl einfachste Form der Nutzbarmachung ist die Verbrennung von Biomasse, etwa von Holz oder Dung. Schon etwas komplexer ist die Thermo-chemische Umwandlung: Mittels Verkohlung, Vergasung oder Pyrolyse entsteht aus dem Ausgangsstoff Biomasse ein Produkt, das zur Energiegewinnung Verwendung finden kann. Im Rahmen der biologisch-chemischen Umwandlung von Biomasse macht man sich chemische Prozesse wie die alkoholische Gärung zu Nutze, um gut nutzbare Energieträger zu gewinnen. Unter der physikalisch-chemischen Umwandlung versteht man Verfahren wie die Extraktion oder Pressung, die beispielsweise genutzt wird, um Rapsöl herzustellen, das schließlich als Energieträger dient. Genauere Informationen zu all diesen Technologien finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Im Allgemeinen ist festzustellen, dass zur Herstellung von Bioenergie auf natürliche Prozesse gesetzt wird, um Biomasse zur Energiegewinnung nutzbar zu machen. Natürlich gilt es dabei jedoch bestimmte Regeln einzuhalten – Hersteller von Bioenergie benötigen eine Zertifizierung. Auf welcher Grundlage diese basiert, wie eine Zertifizierung vonstatten geht und wer sie durchführt, das erfahren Sie im Folgenden.

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