Biomasse Infocenter

Umweltkatastrophen wie die Ölverschmutzung vor der Küste der USA in 2010, endliche Kohle- und Ölreserven sowie unberechenbare Preiskartelle zeigen es überdeutlich: Wer dem wachsenden Energiebedarf moderner Gesellschaften gerecht werden will, darf sich nicht auf atomare oder fossile Energieträger verlassen. Wer in die Zukunft investieren und langfristig valide planen will, kommt um die Themen erneuerbare Energien und Bioenergie nicht herum. Umso erstaunlicher ist es, wie vage es um das Wissen vieler Menschen bestellt ist, wenn es um dieses Thema geht. Dabei spielen regenerative Energien und bioenergetische Anlagen schon heute eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung der Deutschen – Tendenz steigend.

Aktuelle Statistiken belegen, dass der Endenergieanteil erneuerbarer Energien im Jahr 2009 erneut angestiegen ist. Bereits 16,1 Prozent des Stroms, 8,4 Prozent der Wärme und 5,5 Prozent des Kraftstoffs stammen aus regenerativen Quellen. Aber nicht die so oft und heiß diskutierte Solar- oder Windenergie lieferte den größten Beitrag zur Endenergie aus erneuerbaren Quellen – mit 69 Prozent war die Bioenergie und damit die Biomasse der größte Energielieferant. Zum Einsatz kommt sie vor allem beim Heizen: Mehr als 90 Prozent der Wärme aus regenerativen Quellen stammt aus Biomasse, insbesondere Holz und Holzprodukte.

Auch die Stromerzeugung aus Biomasse wurde 2009 weiter ausgebaut. Geht es um Bio-Kraftstoff, ist die Biomasse gar die einzige regenerative Quelle, die derzeit genutzt werden kann. Biomasse ist demnach die derzeit wohl bedeutendste der erneuerbaren Energien. Grund genug, sich einmal eingängig mit den verschiedenen Formen der Bioenergie und ihrer Herstellung, ihrer Anwendung und Förderung zu beschäftigen.

Bildquelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe